FTG mbH

Aktiver Klimaschutz in Böblingen und Sindelfingen

Netzverbund Böblingen und Sindelfingen

Im Jahr 2009 wurden mit der Gründung der Fernwärme-Transportgesellschaft mbH (FTG) die Weichen für eine deutliche Ausweitung der umweltfreundlichen Fernwärmeversorgung in Sindelfingen und Böblingen gestellt: Mit der FTG sind die jeweiligen Fernwärmenetze der beiden Stadtwerke verbunden worden. Ziel war es, technische, ökologische und und ökonomische Synergien zu nutzen.  

Nur 2 Jahre nach der Gründung, im Jahr 2011, konnte die neu errichtete Verbindungsleitung in Betrieb genommen werden. Mit dem Zusammenschluss wurde die Versorgungssicherheit sowie die Flexibilität der jeweiligen Netze weiter gesteigert werden. Zudem konnte entlang der neuen Trasse ein erhebliches Fernwärmepotential neu erschlossen werden. Viele öffentliche Einrichtungen der Stadt Böblingen, dem Bund oder dem Land Baden Württemberg werden seit dem umweltfreundlich mit Fernwärme versorgt. Aber auch diverse private und gewerbliche Gebäude konnten an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. 

Gewinner dabei ist der Umwelt- und Klimaschutz: die CO2-Einsparung gegenüber einer Versorgung mit Heizöl- oder Erdgaskessel beträgt rd. 100% (nach GEG).  

FTG bedeutet regionale Wertschöpfung, einen Ansprechpartner vor Ort und eine störungsfreie Wärmeversorgung! 

Dienstleistung für den Kunden

Fernwärme ist für Hauseigentümer eine Dienstleistung, die gleichzeitig von Betrieb und Unterhalt der eigenen Kesselanlage entlastet. Unsere Fernwärme wird in Form von Warmwasser direkt nach Hause geliefert. Heizkessel, Schornstein oder Tankanlagen werden nicht mehr benötigt.

Ihre Vorteile:

  • Die Verlagerung der technischen Risiken der Wärmeerzeugung zu der FTG
  • Der Wegfall sämtlicher Kosten für Wartung, Instandhaltung und Bedienung des Wärmeerzeugers und zugehöriger Nebenanlagen.
  • Der Wegfall zukünftiger Ersatzinvestitionen bei der Wärmeerzeugungsanlage.
  • Eine höhere Versorgungssicherheit durch eine ständig optimierte bzw. modernisierte Anlage.
  • Vorhaltung eines Bereitschaftsdienstes sowie regelmäßige Anlagenkontrollen.
  • Fernwärme besitzt einen hohen ökologischen Standard. Die Einsparung der CO2-Emissionen liegt bei einer Umstellung auf Fernwärme bei 100%.
  • In unseren großen Netzen haben wir günstige Primärenergiefaktoren, die bei der Einhaltung des Gebäudeenergiegesetz (GEG) einen wichtigen Wert darstellen.
  • Die Landesregierung schreibt bei einer Erneuerung der Kesselanlage eine anteilige Nutzung erneuerbarer Energien vor (Erneuerbare-Wärmegesetz, EWärmeG). Unsere Fernwärme entspricht diesen Anforderungen weit über das geforderte Ziel hinaus und bietet auch beim gültigen „Heizungsgesetz“ (Gebäudeenergiegesetz GEG 2024) entsprechende Sicherheiten (65% Erneuerbare Energien bei Kesselerneuerungen / Klimaneutral bis 2040).

Fernwärme hat Zukunft

In Zeiten von knapper werdenden Energieressourcen und Klimawandel ändern sich die Anforderungen an die Wärmeerzeugung. Wie werden sich die gesetzlichen Anforderungen weiter verändern? Welche Energieträger werden uns in Zukunft aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht zur Verfügung stehen?

Diese Fragen können gegenwärtig mit Gewissheit nur schwer beantwortet werden.

Fernwärmenetze bieten hier die Möglichkeit, sich auch in Zukunft auf ändernde Rahmenbedingungen einzustellen zu können. Zudem ermöglicht die Fernwärme, auch weitere Wärmequellen, Energieträger oder Techniken einzubeziehen, ohne dass in den einzelnen Gebäuden Investitionen oder Baumaßnahmen notwendig werden. 

Auch können bestimmt Heiztechniken oder Energieträger nur im großindustriellen Maßstab technisch und kostengünstig eingesetzt werden. Es können bestimmte Energiequellen nutzbar gemacht werden, die lokal nur punktuell zur Verfügung stehen. Beispielhaft ist hier die Abwärmenutzung einer Kläranlage mit Großwärmepumpen genannt. Zukünftige Vorgaben bei der Abgasreinigung oder CO2-Abscheidung sind bei Großanlagen technisch und wirtschaftlich oft günstiger und einfacher zu realisieren, als dies bei Kleinanlagen in jedem Gebäude der Fall wäre.

Egal ob Holz, Biogas oder Wasserstoff! Egal ob Gasturbine, Blockheizkraftwerk oder Großwärmepumpe - mit einem Anschluss an die Fernwärme treffen Sie die richtige Wahl!  

Umwelt- und Klimaschutz

Die FTG setzt auf Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien. Im Zentrum steht dabei das Restmüllheizkraftwerk Böblingen: Die bei der thermischen Abfallverwertung anfallende Abwärme ersetzt Wärme, die bislang überwiegend mit Erdgas- oder Heizöl erzeugt wurde. Damit aber unsere Fernwärmeversorgung bis 2040 vollständig klimaneutral wird, werden in Sindelfingen und Böblingen gerade die Pläne zum Ausbau und zur Umstellung auf Erneuerbare Energien erstellt. Schon heute befinden sich erste Schritte in der Ausführungsplanung bzw. in der Umsetzung.

Versorgungsgebiet

Das Versorgungsgebiet der FTG ist im Konzessionsvertrag festgelegt. Es verläuft entlang der Verbindungsleitung vom Flugfeld bis zum Heizwerk Grund auf der Diezenhalde in Böblingen. Im Wesentlichen liegt das Versorgungsgebiet in der Kernstadt Böblingen zwischen Hauptbahnhof und Landratsamt. Aktuell ist eine Versorgung durch die FTG per Gemeinderatsbeschluss nur innerhalb des Konzessionsgebietes möglich.

Hier können Sie das Konzessionsgebiet herunterladen.

Energetische Kennzahlen

Unsere Fernwärme besitzt schon heute schon eine hervorragende energetische und ökologische Qualität. Entsprechend den Vorgaben aus GEG, FFVAV, AVBFernwärmeV und CO2KostAufG stellen wir Ihnen nachfolgende Netzinformationen für den Netzverbund Sindelfingen, Flugfeld und FTG zur Verfügung stellen:

Dokument "Energetische Kennzahlen" herunterladen

Zertifikat zum Primärenergiefaktor herunterladen

Fernwärme bedeutet:

Geringere Investitionen


Der Anschluss an die Fernwärme ist in der Regel günstiger als eine alternative Erneuerung einer Wärmeerzeugungsanlage, die den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetz (GEG) entspricht. Bei einem Anschluss installiert die FTG in Ihrem Keller eine platzsparende Übergabestation. An der vorhandenen Wärmeverteilung und in den Wohnräumen muss kaum etwas verändert werden. Wichtige Dinge entfallen:

  • Kein Heizungskeller: Es wird keine Lagerhaltung für Brennstoffe benötigt. Die Kellerräume können nun sinnvoll anderweitig genutzt werden.
  • Kein Heizkessel: Die Heizungswärme wird über einen Wärmetauscher in das hauseigene Heizungssystem eingespeist.
  • Kein Schornstein: Da keine Abgase entstehen, ist auch keine Abführung notwendig.


Reduzierte Wartungs- und Erneuerungskosten
 

  • Die Übergabestation verbleibt in unserem Eigentum und in unserer Zuständigkeit. Alle anfallenden Wartung-, Instandhaltungs- oder Erneuerungskosten einer eigenen Wärmeerzeugungsanlage entfallen. An der Übergabestation werden diese rechnungsfrei durch die FTG erledigt.
  • Keine Ansparung und Kapitalbindung für Reparatur, Neuanschaffung und Entsorgung der Heizung: Da Ihr Haus über keine eigene Wärmeerzeugungsanlage verfügt, kann auch nichts kaputtgehen. Auch das erhöht die Liquidität.


Maximale Sicherheit


Fernwärme als Wärmequelle ist die sicherste Heizform überhaupt: Keine Brennstoffe im Haus, keine Geruchsbelästigungen oder teure Tankreinigungen. Fernwärme geräusch- und Geruchslos und wird in Form von Heißwasser ins Gebäude geliefert.

Ein Ausfall der Wärmeversorgung ist äußerst unwahrscheinlich, da die Wärme von verschiedenen Wärmeerzeugungsanalgen kommt, die rund um die Uhr überwacht werden. 

CO2- und Primärenergie

Pro Jahr werden von der FTG derzeit rund 50.000 MWh Wärme an Kunden geliefert. Wärme, die zuvor mit fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Heizöl in üblichen Heizkesseln erzeugt wurde. Somit konnte mit der Umstellung auf Fernwärme die bisherigen Abgas-, Feinstaub- und CO2-Emissionen vollständig reduziert werden. Die Luft- und Lebensqualität im Böblinger Kernstadtbereich wurde dadurch erheblich verbessert.

Unsere Fernwärme stammt zu nahezu 100% aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. Der dabei erzeugte Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist und verdrängt dort Strom aus dem herkömmlichen Kraftwerksmix. 

Schon heute liegt die CO2-Einsparung durch die von der FTG gelieferte Wärme in einer Größenordnung von rd. 15.000 Tonnen pro Jahr. Längerfristig ist eine weitere Steigerung von Fernwärmeanschlüssen und damit eine deutliche Erhöhung des Fernwärmeabsatzes möglich.
 

Elektromobilität

Seit dem Jahr 2021 betreibt die FTG auf dem Flugfeld in der Flugfeldallee einen HPC-Ladepark mit vier Ladestationen. Der Begriff HPC (High-Power-Charging) steht für einen Ladevorgang mit Höchstgeschwindigkeit: Im HPC-Ladepark können Elektroautos bei Bedarf mit bis zu 360 KW Leistung aufgeladen werden was bedeutet, dass ein Ladevorgang nur knapp 10 Minuten dauert. Rund 400.000 Euro investierten die FTG in diese Einrichtung, die seit dem normalen Elektro steht.


Auf Bild sehen Sie bei der Inbetriebnahme am 03.09.2021 (v.l.n.r.): Christine Tomschi (Geschäftsführerin Stadtwerke Böblingen), Dr. Stefan Belz (Oberbürgermeister Böblingen), Thekla Walker (Umweltministerin BaWü), Dr. Peter Hoffmann (Geschäftsführer Stadtwerke Sindelfingen) und Dr. Corinna Clemens (Baubürgermeisterin Stadt Sindelfingen).

Telekommunikation

Ihre Verbindung in die digitale Zukunft
Die FTG mbH betreibt ein eigenes, hochmodernes Glasfasernetz in der Region Böblingen/Sindelfingen und sorgt für zuverlässige, leistungsstarke Telekommunikationslösungen.

Internet für Privatkunden
Über www.primerocom.de bieten wir Highspeed-Internet, Telefonie und persönlichen Service für Privatkunden – schnell, stabil und regional.

Telekommunikationslösungen für Geschäftskunden
Gemeinsam mit starken Partnern wie Colt, Telemaxx, SIT, netcomBW und Telekom entwickeln wir individuelle Daten- und Sprachlösungen für Unternehmen – von Standortvernetzung bis Cloud-Zugang.
Unsere Produkte für Geschäftskunden finden Sie unter: www.primerocom.de

Rechenzentrum & Serverhousing
Unser Rechenzentrum bietet sicheres und flexibles Serverhousing für Geschäftskunden – ideal für anspruchsvolle IT-Infrastrukturen und maximale Verfügbarkeit. 
Informationen zum Rechenzentrum und Serverhousing erhalten Sie unter info@ftg-mbh.de